← Zurück
Chemotherapie

Chemotherapie

Kategorie: DiätMäßig

Bestimmte Krebsbehandlungen können die Harnsäurewerte im Körper erhöhen und möglicherweise Gichtanfälle auslösen oder bestehende Gicht verschlimmern. Chemotherapie, insbesondere Behandlungen, die zu einem schnellen Zellabbau führen, kann zu einem Tumorlysesyndrom (TLS) führen, einer Erkrankung, die durch die Freisetzung von Zellinhalten, einschließlich Purinen, in den Blutkreislauf gekennzeichnet ist. Dieser plötzliche Anstieg der Purine kann die Fähigkeit des Körpers, Harnsäure auszuscheiden, überfordern und zu Hyperurikämie und möglicherweise Gicht führen. Darüber hinaus können einige Chemotherapeutika die Harnsäureproduktion oder -ausscheidung direkt beeinflussen. Dehydration, eine häufige Nebenwirkung der Chemotherapie, kann die Harnsäure im Blut weiter konzentrieren. Eine im Journal of Clinical Oncology veröffentlichte Studie ergab, dass bestimmte Chemotherapie-Regime mit einem erhöhten Risiko für TLS und anschließende Hyperurikämie verbunden waren [1]. Eine weitere Übersicht in Therapeutic Advances in Medical Oncology hob die Bedeutung der Überwachung und des Managements von Harnsäurewerten bei Krebspatienten hervor, die eine Chemotherapie erhalten [2]. Präventive Strategien wie eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr und der Einsatz von harnsäuresenkenden Medikamenten werden häufig bei Hochrisikopatienten angewendet. Referenzen: [1] Cairo, M. S., Coiffier, B., Reiter, A., & Younes, A. (2010). Recommendations for the evaluation of risk and prophylaxis of tumour lysis syndrome (TLS) in adults and children with malignant diseases: an expert TLS panel consensus. British Journal of Haematology, 149(4), 578-586. [2] Alakel, N., Middeke, J. M., Schetelig, J., & Bornhäuser, M. (2017). Prevention and treatment of tumor lysis syndrome, and the efficacy and role of rasburicase. OncoTargets and Therapy, 10, 597-605.

Diese Informationen dienen ausschließlich Bildungszwecken. Konsultieren Sie immer einen qualifizierten Arzt, um medizinischen Rat einzuholen.