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Meeresfrüchte

Meeresfrüchte

Kategorie: DiätMäßig

Bestimmte Arten von Meeresfrüchten enthalten viele Purine und können bei empfindlichen Personen Gichtanfälle auslösen. Obwohl Meeresfrüchte im Allgemeinen als gesunde Proteinquelle gelten, enthalten einige Sorten hohe Mengen an Purinen, die die Harnsäureproduktion im Körper signifikant erhöhen können. Zu den purinreichen Meeresfrüchten gehören Anchovis, Sardinen, Miesmuscheln, Jakobsmuscheln, Forellen und Thunfisch. Der Mechanismus, durch den Meeresfrüchte das Gichtrisiko erhöhen, ähnelt dem von rotem Fleisch, wobei Purine in Harnsäure umgewandelt werden. Allerdings können die in vielen Fischarten enthaltenen Omega-3-Fettsäuren entzündungshemmende Vorteile haben, was die Beziehung zwischen Meeresfrüchtekonsum und Gicht verkompliziert. Eine Studie, die im New England Journal of Medicine veröffentlicht wurde, fand heraus, dass ein höherer Meeresfrüchtekonsum mit einem erhöhten Gichtrisiko verbunden ist, wobei jede zusätzliche wöchentliche Portion das Risiko um 7 % erhöht [1]. Eine weitere Studie in Arthritis & Rheumatology deutete darauf hin, dass der Verzehr von Meeresfrüchten zwar das Gichtrisiko erhöhen kann, sie aber auch eine schützende Wirkung gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei Gichtpatienten haben können [2]. Referenzen: [1] Choi, H. K., Atkinson, K., Karlson, E. W., Willett, W., & Curhan, G. (2004). Purine-rich foods, dairy and protein intake, and the risk of gout in men. New England Journal of Medicine, 350(11), 1093-1103. [2] Zhang, Y., Chen, C., Choi, H., Chaisson, C., Hunter, D., Niu, J., & Neogi, T. (2012). Purine-rich foods intake and recurrent gout attacks. Annals of the Rheumatic Diseases, 71(9), 1448-1453.

Diese Informationen dienen ausschließlich Bildungszwecken. Konsultieren Sie immer einen qualifizierten Arzt, um medizinischen Rat einzuholen.