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Nierenerkrankung

Nierenerkrankung

Kategorie: LebensstilMäßig

Nierenerkrankungen können die Harnsäureausscheidung erheblich beeinflussen und das Gichtrisiko durch mehrere Mechanismen erhöhen. Die Nieren spielen eine entscheidende Rolle bei der Regulierung der Harnsäurewerte, indem sie etwa zwei Drittel der im Körper produzierten Harnsäure filtern und ausscheiden. Bei chronischer Nierenerkrankung (CKD) führt die verringerte glomeruläre Filtrationsrate zu einer verminderten Harnsäureausscheidung und damit zu Hyperurikämie. Darüber hinaus können metabolische Veränderungen, die mit CKD einhergehen, wie erhöhter oxidativer Stress und Entzündungen, zur Gichtentwicklung beitragen. Die Beziehung zwischen Nierenerkrankung und Gicht ist bidirektional, wobei jede Erkrankung die andere verschlimmern kann. Eine groß angelegte Studie, die im Journal of the American Society of Nephrology veröffentlicht wurde, ergab, dass Personen mit CKD ein signifikant höheres Risiko hatten, an Gicht zu erkranken, verglichen mit Personen mit normaler Nierenfunktion [1]. Eine weitere Studie in Arthritis Research & Therapy zeigte, dass Gicht mit einem erhöhten Risiko für das Fortschreiten der CKD verbunden war [2]. Das Management von Gicht bei Patienten mit Nierenerkrankungen erfordert eine sorgfältige Abwägung der Medikamentenauswahl und -dosierung, da viele Gichtmedikamente über die Nieren ausgeschieden werden. Referenzen: [1] Krishnan, E. (2012). Reduced glomerular function and prevalence of gout: NHANES 2009–10. PloS one, 7(11), e50046. [2] Roughley, M. J., Belcher, J., Mallen, C. D., & Roddy, E. (2015). Gout and risk of chronic kidney disease and nephrolithiasis: meta-analysis of observational studies. Arthritis Research & Therapy, 17(1), 90.

Diese Informationen dienen ausschließlich Bildungszwecken. Konsultieren Sie immer einen qualifizierten Arzt, um medizinischen Rat einzuholen.