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Bestimmte Antibiotika

Bestimmte Antibiotika

Kategorie: MedizinischSchwer

Bestimmte Antibiotika können die Harnsäurewerte beeinflussen und möglicherweise Gichtanfälle durch verschiedene Mechanismen auslösen. Bestimmte Antibiotika, insbesondere solche aus der Penicillin-Familie, können mit der Harnsäure um die renale tubuläre Ausscheidung konkurrieren, was zu erhöhten Harnsäurewerten im Serum führt. Darüber hinaus können einige Antibiotika einen schnellen Zelltod von Bakterien verursachen, wodurch Purine in den Blutkreislauf freigesetzt werden und möglicherweise die Fähigkeit des Körpers, Harnsäure effizient auszuscheiden, überfordern. Das Risiko ist im Allgemeinen höher bei intravenösen Antibiotika und bei Patienten mit bereits bestehenden Risikofaktoren für Gicht. Es ist wichtig zu beachten, dass Antibiotika Gicht bei anfälligen Personen auslösen können, aber dieser Nebeneffekt ist relativ selten und sollte eine notwendige Antibiotikabehandlung nicht verhindern. Eine retrospektive Kohortenstudie, die in den Annals of the Rheumatic Diseases veröffentlicht wurde, ergab, dass die Verwendung bestimmter Antibiotika, insbesondere Clarithromycin, mit einem erhöhten Risiko für Gichtanfälle verbunden war [1]. Eine weitere Studie im Journal of Rheumatology zeigte, dass antibiotikainduzierte Gicht bei Patienten mit einer Vorgeschichte von Gicht oder Hyperurikämie häufiger auftrat [2]. Gesundheitsdienstleister sollten sich dieses potenziellen Nebeneffekts bewusst sein und Patienten mit Gichtrisiko bei der Verschreibung dieser Antibiotika überwachen. Referenzen: [1] Spaetgens, B., de Vries, F., Driessen, J. H., Leufkens, H. G., Souverein, P. C., Boonen, A., ... & Klungel, O. H. (2017). Risk of infections in patients with gout: a population-based cohort study. Scientific Reports, 7(1), 1429. [2] Sarawate, C. A., Brewer, K. K., Yang, W., Patel, P. A., Schumacher, H. R., Saag, K. G., & Bakst, A. W. (2006). Gout medication treatment patterns and adherence to standards of care from a managed care perspective. Mayo Clinic Proceedings, 81(7), 925-934.

Diese Informationen dienen ausschließlich Bildungszwecken. Konsultieren Sie immer einen qualifizierten Arzt, um medizinischen Rat einzuholen.