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Crash-Diäten

Crash-Diäten

Kategorie: DemographischMäßig

Extremes Diäten kann durch mehrere Mechanismen zu einem schnellen Gewichtsverlust führen und Gichtanfälle auslösen. Während Crash-Diäten gerät der Körper in einen katabolen Zustand, baut Gewebe ab und setzt gespeicherte Purine in den Blutkreislauf frei. Dieser plötzliche Anstieg des Purinstoffwechsels kann zu erhöhten Harnsäurewerten führen. Zudem führen Crash-Diäten oft zu einer Ketose, einem Stoffwechselzustand, der mit der Harnsäure um die Ausscheidung in den Nieren konkurrieren kann, was die Harnsäurekonzentration im Blut weiter erhöht. Dehydration, eine häufige Nebenwirkung extremer Diäten, kann ebenfalls die Harnsäure im Blut konzentrieren. Ein schneller Gewichtsverlust kann dazu führen, dass Harnsäure aus Fettzellen freigesetzt wird, wenn diese abgebaut werden, was die Harnsäurewerte vorübergehend erhöht. Eine in Arthritis & Rheumatology veröffentlichte Studie ergab, dass schneller Gewichtsverlust das Risiko für wiederkehrende Gichtanfälle erhöht, selbst bei Personen, die nicht übergewichtig sind [1]. Eine weitere Studie im New England Journal of Medicine zeigte, dass allmählicher Gewichtsverlust durch eine ausgewogene Ernährung effektiver war, um die Harnsäurewerte und das Gichtrisiko zu senken, als Crash-Diäten [2]. Während Gewichtsverlust im Allgemeinen für das Gichtmanagement vorteilhaft ist, sollte er langsam und unter ärztlicher Aufsicht erfolgen. Referenzen: [1] Nguyen, U. D., Zhang, Y., Louie-Gao, Q., Niu, J., Felson, D. T., LaValley, M. P., & Choi, H. K. (2017). Obesity paradox in recurrent attacks of gout in observational studies: clarification and remedy. Arthritis & Rheumatology, 69(3), 561-565. [2] Dessein, P. H., Shipton, E. A., Stanwix, A. E., Joffe, B. I., & Ramokgadi, J. (2000). Beneficial effects of weight loss associated with moderate calorie/carbohydrate restriction, and increased proportional intake of protein and unsaturated fat on serum urate and lipoprotein levels in gout: a pilot study. Annals of the Rheumatic Diseases, 59(7), 539-543.

Diese Informationen dienen ausschließlich Bildungszwecken. Konsultieren Sie immer einen qualifizierten Arzt, um medizinischen Rat einzuholen.